Qualitätsentwicklung (QE)

"Am Anfang war ich äußerst skeptisch. Aber die Arbeit mit QE hat sich als interessant und praxisnah erwiesen. Sie hat geholfen die Arbeit zu strukturieren. Sie ist ein Leitfaden für die Arbeit.“
(Zitat einer Kita-Mitarbeiterin)

Die QUALITÄT in der Arbeit mit Kindern und Familien wurde in evangelischen Kindertagessstätten schon immer groß geschrieben. Seit 2007 wird diese durch systematische Qualitätsentwicklung (QE) mehr sichtbar gemacht. Die EKHN hat für ihre Kindertagesstätten ein entsprechendes Verfahren - die „Qualitätsfacetten“- entwickelt, das auf Grundlage regelmäßiger Selbstbewertung die Möglichkeit bietet strukturiert auf die Arbeit und die Rahmenbedingungen zu schauen und Themen für die Weiterentwicklung zu finden. Mehr im Handbuch

Mit Ablauf des Jahres 2011 haben alle 512 Kindertagesstätten dieses Verfahren implementiert.

Im Sinne einer lernenden Organisation wird bestehende Qualität gesichert. Aktueller Handlungsbedarf wird offensichtlich und bearbeitet. Die tägliche Arbeit wird dadurch entlastet, denn gut funktionierende Abläufe und Prozesse unterstützen das ganze Team darin „an einem Strang zu ziehen“ und auf einer gemeinsam verabredeten sachlichen Grundlage die Arbeit zu reflektieren. Neue Mitarbeitende können sich auf dieser Basis schneller und umfassend einarbeiten. 

Die Fachberatung ist mindestens einmal jährlich in den QE - Prozess der Einrichtung vor Ort eingebunden. Alle drei Jahre moderiert sie die Auswertung der Selbstbewertung und unterstützt die Priorisierung der Themen für die Weiterentwicklung. In den Jahren dazwischen führt sie ein Gespräch mit dem Gesamtteam zur aktuellen Situation der Einrichtung und mit Blick auf die Bildungs- und Erziehungspläne in Hessen und Rheinland-Pfalz.

Ein Ziel der Einführung des Verfahrens zur QE ist die Entwicklung von gemeinsamen Standards für alle Kindertagesstätten in der EKHN. Sie werden mit hoher Beteiligung der Praxis entwickelt, abgestimmt und dann in eine Erprobungsphase gegeben. Projektergebnisse einzelner Einrichtungen, die sich mit dem jeweiligen Thema befasst haben fließen hier ein, um diese Standards auf eine breite Basis zu stellen. Bisher sind so für fünf Verantwortungsebenen und für zwölf Aufgabenbereiche Standards entstanden. In Qualitätszirkeln, an denen sich Träger, Leitungen, pädagogische Fachkräfte und weitere Mitarbeitende aus der Kita themenorientiert beteiligen können, entstehen jeweils erste Entwürfe für die Standards. Sie werden in der Folge im kirchenpolitisch Gremium „EKHN –Anwenderkonferenz“ von Delegierten aus allen Regionen der EKHN und dem Fachbereich Kindertagesstätten diskutiert und verabschiedet. Nach einer Erprobungsphase i.d.R. von zwei Jahren werden  Rückmeldungen der Praxis zur Überarbeitung genutzt. Danach beschließt die Kirchenleitung die fertigen Standards. Diese werden dann für alle Kitas in der EKHN zur verbindlichen Grundlage.  Standards 

Zur Einführung des Evangelischen Gütesiegels der BETA (Bundesvereinigung für evangelische Tageseinrichtungen) hat die EKHN seit 2011 ein internes Verfahren zur Vergabe konzipiert. Einrichtungen können sich durch eine externe Begutachtung Rückmeldung zur Qualität ihrer Arbeit geben lassen und erhalten Impulse für die Weiterentwicklung. Für diese Begutachtung bildet die EKHN eigene Gutachterinnen und Gutachter aus. Am 15.12.2011 hat die Kirchenleitung entschieden, dass das Verfahren Trägern und Einrichtungen in der EKHN, die eine externe Begutachtung wünsche, empfohlen wird. Mehr zum Evangelischen Gütesiegel der BETA 

Infos bei Roberta Donath, Fachberatung für Qualitätsentwicklung: roberta.donath.zbekhn-net.de