Veranstaltungsarchiv

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„Doktorspiele“ (2 Tage) und grenzüberschreitendes Verhalten im pädagogischen Alltag (2 Tage) in Eltville (Teil 1 + 2)

"Doktorspiele" (23. - 24.08.2017)

Erwachsene sind immer mal wieder irritiert, wenn Kinder ihren Körper und auch den des "Anderen" entdecken. Der Andere kann ein Kind oder ein Erwachsener des gleichen oder des anderen Geschlechts sein. Die Gleichheit und die Unterschiede sind herauszufinden und Teil der kindlichen Entwicklung generell, aber auch der kindlichen Sexualität. Die Entdeckungen und das Ausprobieren werden gern als "Doktorspiel" bezeichnet. Das Interesse, das Kinder dabei entwickeln, ist unterschiedlich groß und manchmal überschießend. Teammitglieder aus Einrichtungen und auch Eltern sind dann gefordert mit der Situation umzugehen. Dabei kommt es oft zu unterschiedlichen Einschätzungen der Aktivitäten der Kinder von gut und richtig und zu viel und schädlich. Als günstig für solche Situationen hat sich ein ausgewogenes sexualpädagogisches Konzept erwiesen, das frühzeitig vom Team erarbeitet und mit den Eltern umgesetzt wird. Kindliche Entwicklung und kindliche Sexualität werden auf mehreren Ebenen betrachtet, um das einrichtungsspezifische Konzept daraufhin evtl. ergänzen zu können. Ebenen, auf denen das Thema betrachtet werden kann, können die kindliche Entwicklung, die Einrichtung, das Team und die Eltern sein.

Inhalte: Der eigene Umgang und Haltung zu Themen der Sexualität, das sexualpädagogische Konzept (Körper, Gefühl und Funktion) im Team und der Einrichtung, die Eltern und die Kommunikation zu Themen der Sexualpädagogik, zur sexuellen Entwicklung und zu dem Thema Abweichungen von der Normvorstellung, wenn z. B. das "Doktorspiel" über die "Grenzen" geht.

Grenzüberschreitendes Verhalten im pädagogischen Alltag (15. - 16.11.2017)

Jeder Mensch hat seine Grenzen unterschiedlich gesetzt und empfindet eine Handlung oder Aussage als angemessen oder als grenzverletzend. Oftmals wird die persönliche Grenze des Gegenübers überschritten, ohne dass sich die handelnde Person darüber bewusst ist. Grenzüberschreitungen, ob bewusst oder unbewusst, stellen im pädagogischen Alltag eine Herausforderung an alle Beteiligten dar.
Der Umgang mit Grenzen und das beabsichtigte oder unbeabsichtigte Überschreiten führen in der Regel zu Veränderungen im Beziehungssystem. Dies ist für Fachkräfte in Kindertagesstätten besonders bedeutsam mit Blick auf Bindung, Beziehungsgestaltung, Bildungsprozesse und dem Schutzauftrag gegenüber Kindern.
Der reflektierte Umgang mit eigenen Grenzen als auch mit Grenzen des anderen ist ein wichtiger Baustein um Teilhabe zu ermöglichen, als auch präventiv handeln zu können und Übergriffe einschätzen zu können.
Das Seminar gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Dimensionen und diskutiert Konsequenzen aus dem Handeln einerseits  und aus dem Erleben andererseits. Einen weiteren Fokus bei Grenzüberschreitungen stellen Täterstrategien bei sexuellen Übergriffen, als auch Möglichkeiten der Implementierung eines Verhaltenskodex dar.

Anmeldeschluss: 20.06.2017

Datum und Uhrzeit

23.08.2017 09:00 Uhr - 16.11.2017 16:30 Uhr

Veranstaltungsort

Ev. Gemeindehaus, Eltviller Str. 20, 65346 Eltville

Teilnahmegebühr

220 Euro

Anmeldung

Anrede*
Falls vorhanden, bitte EKHN-Mailadresse verwenden.
Kita-Mitarbeitende geben die Adresse der Kita an, Trägerverantwortliche die Adresse der Kirchengemeinde, Sonstige ihre Privatadresse.
AGB*
Unterschrift des Trägers ist bei Online-Anmeldungen nicht erforderlich!

Kontakt

Gisela Biehl
06151 6690-230
gisela.biehl.zb@ekhn-net.de

Zielgruppe

Leitungen und pädagogische Fachkräfte

Leitung

Andrea Maier

Referent/-in

Oliver Biena